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Der Rote Riese

von Conservative Swede

In England muß man sich für jede kleine Emanzipation von der Theologie in furchteinflößender Weise als Moral-Fanatiker wieder zu Ehren bringen. Das ist dort die Buße, die man zahlt. – Für uns andere steht es anders. Wenn man den christlichen Glauben aufgibt, zieht man sich damit das Recht zur christlichen Moral unter den Füßen weg.“ – Nietzsche [1]

Wir sind Zeugen des historischen Untergangs des Christentums. Wenn ein Stern stirbt, dehnt er sich in seiner letzten Phase zu einem roten Riesen aus, bevor er zu einem weißen Zwerg schrumpft. Der Liberalismus ist der rote Riese des Christentums. Und so wie ein Roter Riese keinen Kern mehr hat, dehnt er sich um das Tausendfache aus, während er seine Substanz verliert, dabei sterbend. Die Welt, in der ich lebe, besteht aus Christen und Liberalen. Es ist ihre Welt, und ich gehöre nicht zu ihr. Ich überlasse ihnen ihre begrenzten Kriege, ihre kniefällige Apologetik des Mohammedanismus und ihre Mythologie des Zweiten Weltkriegs. Sie werden sich nicht ändern. Im Gegenteil, so wie sie handeln, schaffen sie ständig neue Probleme.

Es gab bestimmte Seiten, bestimmte Blogger, sogar bestimmte Länder, in die ich Hoffnung gesetzt hatte. Aber jetzt ist klar geworden, dass sie alle Teil desselben großen Zuges von Lemmingen sind. Auf Wiedersehen! Dänemark, nein. Brussels Journal, nein. View From the Right, nein. Gates of Vienna, nein. So ist das in der Welt der Liberalen und Christen. Es ist ihre Welt. Ich kann nichts anderes tun, als daneben zu sitzen und darüber zu lachen. Sie sind zu sehr in ihren inneren Ängsten und Problemen gefangen, als dass sie etwas Sinnvolles tun könnten. Sie werden das tun, wozu sie programmiert sind: untergehen. Diese Leute sind einfach nicht auf einen richtigen Kampf vorbereitet. Sie sind zu sehr von abergläubischer Angst und Emotionen getrieben. Und es ist nicht wirklich jemand anderes sonst da.

Was ist also die Zukunft für Leute wie mich? Denn auch wenn ich politisch nirgendwo hingehöre, gehöre ich doch sozial und ethnisch irgendwo hin. Nun, die Welt ist dabei, sich zu homogenisieren. Morgen wird die ganze Welt wie die Dritte Welt sein. Menschen wie ich, die europäischer Herkunft sind, werden keine Heimat, keine Nation haben. Wir werden wie die Juden als Eliten in fremden Ländern leben, vorzugsweise in einem nicht-mohammedanischen Land.

* * *

Ich schrieb: „Die Menschen leben heute in einer geschichtslosen Jetzt-Blasen-Welt und haben alle früheren [axiologischen] Umkehrungen vergessen, von denen sich viele im letzten Jahrhundert ereignet haben.“ Daher das weit verbreitete und tiefe Gefühl der Hoffnungslosigkeit, das vergaß ich hinzuzufügen.

Es ist schwer, sich eine Situation außerhalb der Blase vorzustellen, oder dass es die Blase nicht gibt, wenn man innerhalb der Blase lebt. Die Geschichte liefert uns jedoch zahlreiche Beispiele für solche Umkehrungen, für das Platzen von Blasen und natürlich für das Sichaufbauen neuer Blasen (wir sind ja schließlich Blasen-Säugetiere). Dies ist meine frohe Botschaft, mein Evangelium. Die Menschen müssen einfach ihre kostbaren Überzeugungen und Mythen, diese Kuschelbären, loslassen. Wenn man tief in die Kernüberzeugungen der Blase investiert hat, wird es unmöglich, außerhalb der Blase zu schauen, sich eine Welt ohne die Blase vorzustellen, und alles sieht völlig hoffnungslos aus. Nun, das ist es nicht. Im Gegenteil, die Blase wird platzen.

Anders als es dargestellt wird, ist das Verhältnis zwischen links und rechts nicht symmetrisch. Vielmehr ist die Linke die Norm, und die Menschen links davon sind die heiligen Menschen des säkularen Christentums. Die Rechte tanzt einfach mit und ist im Grunde nicht viel mehr als ein Alibi für das ganze System, sie tanzt im Kreis um die Linke, die die Richtung des „Fortschritts“ vorgibt. Gelegentlich tritt man rechts auf die Bremse, gibt aber nie einen neuen allgemeinen Kurs vor. Die Richtung des Kurses ist in das Paradigma eingebaut und wird von der Rechten nie grundlegend in Frage gestellt.

Ein weiterer Beleg für die Asymmetrie zwischen links und rechts ist die Tatsache, dass die Rechten es fürchten und verabscheuen, mit Personen oder Organisationen in Verbindung gebracht zu werden, die auch nur geringfügig rechts von ihnen stehen (sie sind der Meinung, dass dies ihren Ruf völlig untergraben würde), während sie bereit sind, Verbindungen zu Personen herzustellen, die viel weiter links stehen.

So erscheinen sie beispielsweise in linken Medien, was diese Rechten oft belustigt, da sie das Gefühl haben, dadurch ein Gütesiegel erhalten zu haben, während sie von der Angst gelähmt sein können, in einer rechten Zeitschrift veröffentlicht zu werden, die nur geringfügig rechts von ihnen steht …

Amerika wird im aktuellen [um das Jahr 2009, d. Ü.] politischen Theater als rechts angesehen. Historisch gesehen war Amerika jedoch zusammen mit Frankreich die Hauptkraft, die unsere Zivilisation nach links drängte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der europäische Patriotismus als die Wurzel des Übels angesehen, ihn galt es niederzuhalten. Die einzigen erlaubten Patriotismen waren der amerikanische und der israelische. Großbritannien und Frankreich war ein bißchen davon gestattet, aber nach der Suez-Krise 1956 waren auch sie praktisch aus dem Spiel. Nun wurden offensive militärische Aktionen nur noch von Amerika und Israel akzeptiert.

In den 1950er und 60er Jahren wurden Amerika und Israel als Vorzeigeländer des Progressivismus gefeiert. Der europäische Konservatismus war durch die von Amerika in Westeuropa durchgesetzte Kulturrevolution ausgerottet worden. Aber die Europäer lernten schnell. Zunächst lernten sie, dem amerikanischen Beispiel zu folgen und Amerika als Musterland zu betrachten. Die Europäer konnten dies schnell übernehmen, da die Ideen in den christlichen Evangelien verwurzelt waren. Doch schon bald lernten sie, dass Amerika nicht dem moralischen Kodex entsprach, den jene den Europäern auferlegt hatten. So kam der linke Antiamerikanismus in die Welt. Und um genau zu sein, wurde auch der Antiamerikanismus nicht in Europa geboren, sondern aus den USA importiert. Das Problem für die Amerikaner war, dass sie in ihrem Bestreben, alle „bösen“ Imperien zu beseitigen, praktisch selbst zum großen Imperium geworden waren, indem sie zum Beispiel die Rolle der Aufrechterhaltung der Pax Britannica übernommen hatten. Dann mussten sie all die Dinge tun, von denen sie die Europäer gelehrt hatten, dass sie verkehrt wären. Die Europäer lernten bald, die Amerikaner in ihrem eigenen Spiel zu schlagen, indem sie in Sachen Fortschrittlichkeit und „Heiliger als du“ die Führung übernahmen.

Und seltsamerweise wurde Amerika dadurch schließlich als rechts angesehen. Das wahre rechte Spektrum wurde mit vereinten Kräften von Amerika und den europäischen Sozialisten nach dem Zweiten Weltkrieg ausgerottet. Der Wendepunkt kam Ende der 1960er Jahre – mit dem Vietnamkrieg und dem Sechs-Tage-Krieg. Das Bild Amerikas und Israels wandelte sich, und sie wurden nicht mehr als Vorzeigeländer des Progressivismus angesehen, sondern als „böse“ rechte Länder.

Wir sollten uns daran erinnern, dass unser progressives Paradigma (das immer nach links geht) auf der christlichen Ethik beruht. Und christliche Ethik bedeutet die Umkehrung der Werte. So gilt der Schwache als gut, während der Starke als böse gilt.[2] Im Ersten und Zweiten Weltkrieg hatte Amerika alle starken (und damit bösen) europäischen Reiche besiegt. Die Aufgabe wurde in der Suezkrise 1956 vollendet, indem sie sich gegen ihre ehemaligen Verbündeten wandten. Aber mit christlicher Ethik kann man nicht gewinnen, denn nun wurde Amerika der Starke und damit der Böse. Nun wird der amerikanische und israelische Patriotismus stark in Frage gestellt und bekämpft, allerdings nicht, indem man irgendeinen Patriotismus wiederherstellt, sondern indem man noch tiefer in einen gestörten Progressivismus abgleitet. So sind der amerikanische und der israelische Patriotismus faktisch immer noch die einzigen erlaubten Patriotismen. Sicherlich verurteilen jetzt die heiligsten Priester unseres linken Paradigmas die Handlungen Amerikas und Israels. Aber faktisch wird es toleriert, während jedes andere (weiße) Land, das militärisch offensiv agiert, als großer globaler Krisenfall betrachtet wird (z. B. Serbien, Russland). Dies erklärt, warum Geert Wilders, der Vlaams Belang und andere ein pro-amerikanisches und pro-israelisches Profil haben und diese Patriotismen sogar stärker betonen als ihre eigenen.

Kommt die Bedrohung durch den Mohammedanismus zu der oben geschilderten historischen Situation hinzu, gibt es Westler, die aus ihrem gestörten Progressivismus aufwachen. Aber sie fallen im Allgemeinen in die 1950er Jahre zurück (ich selbst bin in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurückgefallen). Im Angesicht der mohammedanischen Aggression wird ihr Patriotismus verstärkt. Aber dieser Patriotismus basiert auf einem Narrativ des Hasses auf Deutschland und Russland.

Wenn also dieser amerikanische Patriotismus intensiviert wird, um den notwendigen Hass gegen den Islam aufzubauen, wird gleichzeitig der Hass gegen Russland und Deutschland verstärkt. Es scheint keine Möglichkeit zu geben, diesen Parameter nach oben zu verschieben, ohne dass dies geschieht. Die NATO wurde schließlich nach dem Motto „Russland draußen, Deutschland unten und Amerika drin halten“ gegründet. Und da dieses Narrativ in seiner letzten Stufe auf der Delegitimierung des europäischen Patriotismus im Allgemeinen beruht und darauf, dass der Hass und die Dämonisierung der Deutschen die Blaupause für weiße Schuldgefühle und Selbsthass ist, haben wir auch hier ein allgemeineres Problem.

Es gibt sicherlich keine Möglichkeit, das kommende Chaos aufzuhalten. Aber genauso sicher wird aus der Asche des Chaos eine fantastische Renaissance erwachsen. Wir werden uns durchsetzen, zwar schwer verletzt, aber mit eisernem Kampfgeist. Ich hoffe nur, dass das Chaos früh genug beginnt, so dass ich den Umschwung noch erleben kann. Meine Schlussfolgerung ist, dass wir weit in der Geschichte zurückgehen müssen, um etwas solide Nachhaltiges zu finden, auf dem wir aufbauen können, um die verrotteten und infizierten Bereiche abzuhauen. Für manche Dinge hundert Jahre, für manche tausend Jahre. Es reicht definitiv nicht aus, die soziale Revolution der 68er Jahre rückgängig zu machen.

Der Herausgeber von Gates of Vienna, Ned May, kommentierte: Teil des modernen liberalen Ideals ist die törichte Vorstellung, dass wir Millionen von Jahren der Evolution, Tausende von Jahren der Kultur und Jahrhunderte der Tradition einfach per Gesetz abschaffen können.

Darauf der konservative Schwede: Dies ist ein sehr wichtiger Satz, der sehr viel aussagt, wenn man ihn nur genau betrachtet. Nicht nur die Liberalen, sondern auch die meisten Menschen (Antiliberale), die den Untergang der liberalen Weltordnung sehen und fürchten, haben vergessen, dass diese Dinge nicht auszulöschen sind. Aber weder der Aufstieg noch der Fall des Liberalismus kann Millionen von Jahren der Evolution, Tausende von Jahren der Kultur und Jahrhunderte der Tradition auslöschen. Das ist es, was Chechar als meinen Optimismus bezeichnet.[3] Ich folge nur dem konservativen Grundsatz, den Sie hier genannt haben. Aber leider ist die Wirkung des gegenwärtigen Glaubenssystems selbst bei Antiliberalen so stark, dass sie das nicht sehen können.

Es ist also die liberale Schicht, welche der Evolution, der Kultur und den Traditionen aufliegt, die abzutragen ist, zusammen mit den Traditionen, die überhaupt erst zum Liberalismus geführt haben. Der Sturz dieser liberalen Weltordnung wird uns hart treffen (zusammen mit der Zerstörung, die der Liberalismus bereits verursacht hat). Aber wir werden nicht plötzlich einfach verschwinden. Und solange es uns gibt, haben wir die Millionen von Jahren der Evolution, die Tausende von Jahren der Kultur und die Jahrhunderte der Tradition auf unserer Seite.

Selbst wenn es nur noch 100 Millionen von uns gäbe, sind wir die Besten in der Geschichte der Menschheit. Wie Huntington betonte, waren wir in der Fähigkeit, organisierte Gewalt zur Geltung zu bringen, schon immer überlegen. Sobald die Willenskraft vorhanden ist, können wir alles erreichen, was wir wollen. Wir können jeden Kontinent beherrschen, auf dem wir leben wollen, wenn nur die liberale Schicht abgezogen wird. Und die wird sich zwangsläufig ablösen, da es sich nur um eine kosmetische Schicht handelt. Der Grund dafür, dass sie noch nicht abgefallen ist, liegt darin, dass es dem kollektiven Bewusstsein noch nicht klar geworden ist, dass sie gescheitert ist. Aber das wird sich bald ändern …

Die nordische Mythologie ist eine viel brauchbarere mythologische Erzählung als das Christentum, das nicht nur ein Festhalten am universalistischen Individualismus und den Import eines fremden Gottes (und in seiner Endphase den Import einer Menge anderer Einwanderer) bedeutet, sondern auch eine mythologische Erzählung, in der das Überleben unseres Volkes keinerlei Bedeutung hat.

Das einzige Volk, das im Christentum garantiert bis zum Ende der Tage überleben wird, sind die Juden. Schweden, Italiener und so weiter haben keinerlei Bedeutung. Wir sehen all diese Grundsätze des Christentums heute um uns herum: sogar in der Art und Weise, wie der Kampf um das ethnische Überleben der Juden in unserem derzeitigen Paradigma akzeptiert wird, während er für die Völker unserer Zivilisation nicht akzeptiert wird. Jede ethnische Gruppe braucht ihre große mythologische Erzählung, die mit der Geburt ihres Volkes beginnt und dessen Existenz bis zum Ende der Zeiten garantiert.[4] Ohne eine solche Erzählung erfüllt sich die Auflösung der ethnischen Gruppe schließlich von selbst: nichts hält sie zusammen.

Wir sehen dies um uns herum in der Gegenwart, wo eifrig daran gearbeitet wird, unsere Länder und ethnischen Gruppen aufzulösen. Im Christentum kann das germanische Volk (als Volk) keine Beziehung zu Gott haben, das hat nur das jüdische Volk. Germanische (und andere) Völker können nur als Individuen eine Beziehung zu Gott haben. Menschen lassen sich mehr als alles andere von Mythen leiten, so dass ein Narrativ, in dem die eigene ethnische Gruppe keine Rolle spielt, schließlich zur Selbsterfüllung wird (d. h. zum gegenteiligen Effekt des Selbstbewusstseins als Gruppe).

Ein Kommentator meinte: In diesem Fall würde es mich sehr interessieren, was Sie vorschlagen, um die westliche Zivilisation zu retten.

Der konservative Schwede antwortete: Und da ist wieder Ihre Annahme: dass die westliche christliche Zivilisation gerettet werden sollte, dass sie reformiert, repariert werden kann; während ich erwarte, dass die gegenwärtige Ordnung, das gegenwärtige Glaubenssystem, implodieren wird. Und da die gegenwärtige Ordnung die letzte und endgültige Phase der westlichen christlichen Zivilisation ist, die eine Sackgasse erreicht hat, bedeutet dies das Ende der westlichen christlichen Zivilisation als solche. Ja, wir sehen so etwas wie den Fall Roms vor uns.

Darüber habe ich mich von Anfang an klar geäußert. Vor drei Tagen schrieb ich zum Beispiel: „Ebenso werden viele Menschen, die ideologisch in das aktuelle Paradigma und nicht in ihre ethnische Gruppe investiert sind, den Untergang der christlich-abendländischen Zivilisation als das Ende der Welt ansehen, Selbstmord begehen usw. Stattdessen sollte der Untergang der christlich-abendländischen Zivilisation aber gefeiert werden. Dies ist das Paradigma, das unserem Erlöser im Wege steht. Das ist der Schlüsselknoten, der gelöst werden muss.“

Ja, die christlich-abendländische Zivilisation ist genau das Problem, und das Problem wird dadurch gelöst, dass sie verschwindet.

Woran wir festhalten sollten, sind unsere ethnischen Gruppen und die europäische Zivilisation und Kultur im tieferen Sinne. Die christlich-abendländische Zivilisation ist ein Novum, und jetzt ist sie gescheitert. Die westliche christliche Zivilisation ist nur die Spitze des Eisbergs. Sie ist nur eine Art, unsere Völker politisch zu organisieren. Wir sollten nicht dieses Format retten, sondern die Sache.

Die westliche christliche Zivilisation ist das, was geschah, als die Menschen germanischer Abstammung auf das Christentum trafen. Aber nichts währt ewig. Genauso wie das Römische Reich kann man es mit einer Frucht vergleichen, die alle Stadien durchläuft: Knospe, Blüte, beginnende Frucht, grüne Frucht, reife Frucht, überreife Frucht, verfaulte Frucht. Damit will ich sagen: (1) die christlich-abendländische Zivilisation hat in der Tat viel Gutes bedeutet, und (2) das ist jetzt alles vorbei.

Es ist unhaltbar für die Völker germanischer Abstammung, das Christentum zu behalten. Es würde in der Tat ihren Tod bedeuten. Und da die abendländische christliche Zivilisation darauf beruht, dass die Menschen germanischer Abstammung auf das Christentum treffen, bedeutet die notwendige Umkehr für die Menschen germanischer Abstammung auch das endgültige Ende der abendländischen christlichen Zivilisation. Wenn Afrikaner und Italiener am Christentum festhalten, dann macht das keine christlich-abendländische Zivilisation aus.

Wenn ich vom Christentum spreche, verwende ich es in demselben Sinne wie Huntington oder Qutb. Das heißt, dass es keine Rolle spielt, ob jemand behauptet, Atheist zu sein, denn aus dieser Perspektive sind sie genauso Christen. In der Tat werden Sie feststellen, dass sie sich sogar noch stärker an die christliche Ethik halten als die nominellen Christen: Sie versuchen, heiliger als du zu sein, als ob sie versuchen, sich vor den nominellen Christen in den Himmel einzureihen, an den sie nicht glauben.

Der mittelalterliche Katholizismus war eine schöne Mischung aus römischen und griechischen Komponenten. Die brisante und revolutionäre Botschaft der Evangelien wurde vor der Öffentlichkeit geheim gehalten. Die protestantische Reformation änderte das. Das Christentum wurde auf seine hebräische Komponente hin gereinigt, und die explosive und revolutionäre Botschaft der Evangelien wurde freigesetzt. Diese Reinigung wurde von den Puritanern und den Quäkern, die den Atlantik überquerten, um Amerika zu gründen, noch weiter vorangetrieben und vollendet. Und das sind die Leute, die heute unsere Zivilisation beherrschen.

Es gibt mehrere Gründe, warum das Christentum in seinen letzten Phasen zum Säkularismus führt. Lassen Sie mich darauf zurückkommen, falls Interesse besteht, denn dieser Beitrag wird ohnehin schon sehr lang.

Das säkulare Christentum hat Gott und Christus über Bord geworfen, behält aber die christliche Ethik bei (Umkehrung der Werte usw.). Und die christliche Ethik wird im säkularen Christentum sogar noch verschärft und entfesselt (ich habe in meinem Blog viel darüber geschrieben). Mit Christus als Teil der Gleichung wurde die christliche Ethik der Evangelien ausgeglichen. Man sieht die Menschen als unvollkommen an, und es war Christus, der durch seine Selbstaufopferung für uns einstand. Im säkularen Christentum muss jeder Mensch wie Jesus selbst sein und sich selbst aufopfern, da es keinen anderen Weg gibt, die christliche Ethik zu erfüllen. Hinzu kommt, dass wir mit der industriellen Revolution und dem Überschuss, den sie in unseren Gesellschaften schuf, an einen Punkt gelangten, an dem alle guten Taten der christlichen Ethik endlich ausgeführt werden konnten, indem wir unseren Überschuss an alle armen und schwachen Menschen in der Welt verschenkten: Lebensmittel, westliche Medizin und andere Hilfsgüter.

So hat die westliche christliche Zivilisation die Bevölkerungsexplosion in der Dritten Welt verursacht. Sie ist vollständig durch die westliche christliche Zivilisation verursacht, da diese Länder der Dritten Welt völlig unfähig waren, dies selbst zu tun. Die christliche Ethik gebietet, dass jedes einzelne Menschenleben gerettet werden sollte, wenn es möglich ist. Früher starben mehr als die Hälfte der Kinder in den Ländern der Dritten Welt. Jetzt überleben fast alle, und wir haben die Bevölkerungsexplosion.

Dies wird zu Folgendem führen:

Mit dem Zusammenbruch des Dollars und dem vollständigen Zusammenbruch unserer wirtschaftlichen (und dann auch politischen) Weltordnung wird sich der Massenhunger wie ein Lauffeuer über die südliche Hemisphäre ausbreiten. Dies, da ihre Bevölkerungszahlen nicht von ihnen selbst getragen werden, sondern vollständig von unserer Unterstützung abhängen.

Die konkrete Auswirkung der christlichen Ethik besteht also darin, dass die Zahl der Menschen, die verhungern und leiden werden, so hoch wie möglich sein wird, wenn es erst einmal so weit ist (dank der christlichen Ethik sprechen wir von Milliarden). Nur der Teufel selbst könnte sich einen solch brutal grausamen Plan ausdenken, und natürlich die christliche Ethik, denn in diesem Fall gilt die Redewendung „Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“.

Aber das ist nicht genug. Das massenhafte Verhungern, bei dem wir davon ausgehen können, dass etwa zwei Drittel der Menschen in den Ländern der Dritten Welt sterben werden, wird diese Gesellschaften in Stücke reißen, und sie werden völlig zusammenbrechen. In dem alternativen Szenario, in dem die christliche Ethik ihre Finger weggelassen hätte, hätten sich diese Länder selbst versorgt: jedes Jahr wären viele Kinder in einem ziemlich konstanten Rhythmus gestorben. Aber das ist ein stabiles Phänomen, das die Stabilität ihrer Gesellschaften überhaupt nicht bedroht. Bräche die westliche Wirtschaftsordnung zusammen, wären sie nicht im Geringsten davon betroffen.

Aber die christliche Ethik kann den Anblick kleiner brauner Kinder, die sterben, nicht ertragen. Sie müssen ihnen helfen, sonst rasten sie aus. Sie können ihre Finger nicht davon lassen. Also verdammen sie sie zum Massenverhungern in Milliardenhöhe und zum völligen Zusammenbruch ihrer Gesellschaften. Das ist die konkrete Auswirkung der christlichen Ethik. An diesem Punkt würde es nichts bringen, Gott und Christus wieder ins Spiel zu bringen. Stattdessen müssen wir die christliche Ethik verwerfen.

Ich habe bereits dargelegt, dass die christlich-abendländische Zivilisation = Menschen germanischer Abstammung + Christentum ist. Ich werde nun erklären, warum gerade die Menschen germanischer Abstammung das Christentum hinter sich lassen müssen.

Schauen Sie sich das Phänomen der Clan-Mentalität auf der ganzen Welt an. An vielen Orten der Welt ist sie stark ausgeprägt, in Europa ist sie es nicht. Aber auch innerhalb Europas gibt es deutliche Unterschiede. So finden wir in Südeuropa Clan-Mentalität, während sie in Nordeuropa (bei den Menschen germanischer Abstammung) nicht vorhanden ist.

Dafür gibt es historische Gründe. Im kalten Norden lebten die Menschen weit voneinander entfernt. Es gab nur wenige menschliche Kontakte, und Fremde wurden daher mit Freundlichkeit behandelt. Dies war in diesem Kontext die beste Überlebensstrategie. Im Mittelmeerraum hingegen waren die Menschen dicht gedrängt, und es herrschte ein ständiger Wettbewerb um Land und Ressourcen. Die beste Überlebensstrategie in einem solchen Kontext war es, sich in diesem engen Wettbewerb an seine Sippe zu halten …

Der Sinn der christlichen Ethik ist es, sofern sie gut funktioniert, eine ausgleichende Wirkung auf die Moral der Menschen zu haben. Im Mittelmeerraum hatte sie eine ausgleichende Wirkung auf die natürliche Clan-Mentalität, was zu einem guten Ergebnis führte. Die germanischen Völker haben jedoch, wie oben beschrieben, einen natürlichen Altruismus. In Verbindung mit der uneingeschränkten christlichen Ethik der letzten Phasen der christlich-abendländischen Zivilisation kommt es zu einer Einmischung, die völlig aus dem Rahmen fällt. Die Moral der Menschen germanischer Abstammung hat einen Punkt erreicht, an dem sie wieder ins Gleichgewicht gebracht werden muss, sonst werden wir untergehen. Um dieses Gleichgewicht herzustellen, müssen die Menschen germanischer Abstammung die christliche Ethik über Bord werfen. (Die romanischen und slawischen Völker können das Christentum behalten. Für sie ist es keine Frage von Leben oder Tod.)

Was wir in der heutigen Zeit erleben, ist die große Tragödie der germanischen Völker.

Aufgrund der fehlenden Sippenmentalität sind die Menschen germanischer Abstammung diejenigen, die ihre Loyalität am treuesten der Nation zuwenden. Aber aufgrund des dem Christentum innewohnenden Universalismus sehen wir in der gegenwärtigen Inkarnation der westlichen christlichen Zivilisation, wie Nationen als illegitim angesehen und allmählich aufgelöst werden. Die der Nation zugewandte Treue der Menschen germanischer Abkunft wird in eine universalistische Loyalität umgewandelt, der es immer noch an Clan-Mentalität fehlt.

Die Menschen germanischer Abstammung nutzen nicht die Macht ihrer Familie, um Probleme zu lösen. Sie wenden sich an eine höhere Ebene, an die staatlichen Autoritäten. Die Macht der Familie zu nutzen, um ein Problem zu lösen, gilt hier als Sünde; wir sollen uns an das Gesetz halten. In Italien oder Spanien nutzen die Menschen die Macht ihrer Familie, um Probleme zu lösen.

In Blogs aus Nordeuropa gibt es eine Fülle von Geschichten über Kinder, die während ihrer gesamten Schulzeit jede Woche von Mohammedanern verprügelt werden. Das Äußerste, was die Eltern dieser Kinder fertigbringen, ist, das Problem bei den Behörden zur Sprache zu bringen (und möglicherweise einen „Dialog“ mit den mohammedanischen Eltern zu führen). Was natürlich zu nichts führt, da das Glaubenssystem der Behörden dies nicht zulässt. Und selbst dann nutzen die Eltern nie die Macht ihrer Familie, um das Problem zu lösen. Sie sind darauf programmiert, sich an das Gesetz und die Ordnung zu halten.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas in Italien oder Spanien passiert. Dort gibt es eine ganz andere Mentalität. Es würde einen Aufschrei geben, und die ganze Familie würde sich mit der Sache befassen, nicht bis zu Mafia-Methoden gehend, obwohl auch das umständehalber denkbar wäre.

Die Menschen germanischer Abstammung sind einfach falsch verdrahtet, um in einem multiethnischen Kontext überleben zu können. Oder um genau zu sein: Angehörige germanischer Völker, die sich an die christliche Ethik halten. Wir sind im Zeitalter der großen Völkerwanderungen und als Wikinger gut zurechtgekommen. Jetzt betreten wir eine Welt mit multiethnischen Gesellschaften auf planetarischer Ebene. Und dafür sind die an der christlichen Ethik festhaltenden Menschen germanischer Abstammung konstitutionell nicht geeignet. Lassen wir die christliche Ethik nicht hinter uns, werden wir untergehen. Oder besser gesagt, diejenigen, die an der christlichen Ethik festhalten, werden untergehen, nach dem Gesetz des Überlebens der an die Verhältnisse am besten Angepassten.

Der Ausstieg aus der christlichen Ethik hat nichts damit zu tun, dass man säkular wird (wie ich oben erklärt habe). Im Gegenteil, sie macht es noch schlimmer! Was wir brauchen, ist die Einführung einer anderen großen mythologischen Erzählung in Seele und Geist der Menschen germanischer Abstammung.[5] Das ist die einzige Möglichkeit, die moralische Grammatik des Christentums zu ersetzen. Etwas, das seine Wurzeln in unserer langen Geschichte hat. Dies muss auf politischem Wege geschehen, durch ein Regime mit einer solchen Ausrichtung. Aber mit dieser Ausrichtung ist es gar nicht so schwer, etwas zu erreichen. Es gibt zahlreiche historische Beispiele dafür, wie man es machen kann. Und es dauert nur eine Generation, um den Wandel zu vollziehen (sogar noch weniger). Und in einer katastrophalen Situation, nach einem großen Trauma, wird es sogar noch einfacher sein.

Wir sprechen hier also von der tiefsten Ebene eines Paradigmenwechsels. Unser Konzept von Gut und Böse, unsere moralische Grammatik, muss verändert werden. In gewisser Weise gilt nicht einmal mehr die scheinbare moralische Tautologie: Wir sollten nach dem Guten streben und das Böse bekämpfen.

Unsere Konzepte von Gut und Böse selbst sind es, die verändert werden müssen. Es ist schwer, über diesen Tellerrand hinauszuschauen. Aber genau das ist der Sinn des Wortes Paradigma. Es ist ein Rahmen, über den hinauszudenken für die Menschen im Allgemeinen praktisch unmöglich ist. Zum besseren Verständnis des Begriffs Paradigma empfehle ich die Lektüre von Thomas Kuhns The Structure of Scientific devolutions. Es ist wirklich eine geistige Krise, in der wir gefangen sind. In gleicher Weise sind wir dabei, den Wandel unserer gesamten Grammatik der Moral zu erleben, so wie unsere Grammatik der Moral vor dem Zeitalter des Christentums anders war. Als der Paradigmenwechsel von Newton zu Einstein vollzogen wurde, bedeutete das nicht das Ende der Wissenschaft. Ich meinte nur das Ende einer wissenschaftlichen Ära, die durch eine neue ersetzt wurde. In gleicher Weise bedeutet der Untergang der christlichen Zivilisation des Westens nicht das Ende der europäischen Zivilisation im weiteren Sinne. Er bedeutet lediglich eine neue Ära. Genauso wie die römisch-griechische Zivilisation durch die westlich-christliche abgelöst wurde.

Ein Kommentar sagte: Letztere [die Protestanten] verstanden sich als direkte Nachfolger der alten Israeliten, denen göttliche Autorität verliehen worden war, um die Kanaaniter zu töten und Israel zu gründen, da sie buchstabengetreu waren. Die Protestanten betrachteten sich selbst als die Neu-Israeliten und die amerikanischen Ureinwohner als die Neu-Kanaaniter, die es auszurotten galt.

Der konservative Schwede antwortete: Es ist in der Tat traurig, dass die Christen sich als Israeliten vorstellen müssen, um wirklich gute Kämpfer zu werden, was einen effektiven totalen Krieg und die Psychologie des Willens zum Sieg um jeden Preis voraussetzt. Es ist wieder einmal dasselbe Muster des Christentums, das ich oben bei der Diskussion über zulässige Patriotismen erörtert habe. Unsere ethnische Zugehörigkeit ist in der christlichen Erzählung völlig unbedeutend, während die jüdische Ethnie eine zentrale Stellung einnimmt. Daher müssen Christen sich in diese Ersatzethnie begeben, um wahre Zuversicht und Stärke zu finden.

Die Christen haben Krieg mit vollem Einsatz und gut geführt, wenn sie sich als Israeliten vorstellten, die das neue Jerusalem erbauen wollen. Sie können auch einen begrenzten Krieg im Namen des Allgemeinwohls oder um Israels willen führen (z. B. die Kreuzzüge). Aber ein Krieg, den Christen im Namen ihrer eigenen ethnischen Zugehörigkeit führen, wird als illegitim angesehen; ja, er ist nicht einmal von Bedeutung. Im Christentum können wir nicht wir selbst sein. Wir müssen so tun, als ob wir jemand anderes wären.

Ich glaube immer noch, dass die Russen ihr Christentum effizient nutzen können, gerade weil ihr Christentum nicht durch die Aufklärung gewaschen wurde, so wie das auch für die amerikanischen Pilger und die Buren gilt, von denen oben die Rede war. Und natürlich auch für das Spanien der Reconquista. Aber wir können sicher sein, dass die Christen, die durch die Aufklärung – und dann durch das Industriezeitalter, den Liberalismus und den Säkularismus – eine Wäsche erhalten haben, nicht in der Lage sein werden, sich als Israeliten zu sehen. Diese Kraft kommt also nicht im Rahmen des Christentums zurück. Warum nicht stattdessen wir selbst sein? Ersetzen Sie die derzeitige mythologische Erzählung durch eine, in der wir wir selbst sind. Denn das ist die einfache Wahrheit: Wir sind wir selbst. Das Christentum basiert auf Täuschung und Verzerrung der Realität. Ein anderer Weg für diejenigen, die sich nicht als Israeliten vorstellen können, besteht zumindest darin, das Christentum universell statt jüdisch zu machen. Wie wir vor kurzem hier bei Gates of Vienna gesehen haben, sehen zum Beispiel viele Menschen in Polen Jesus nicht als Juden. Innerhalb des Bezugsrahmens des Christentums gibt es keinen Weg zu siegen.

Ein Kommentator sagte: Ich stimme zu, dass das Christentum am Ende seiner Kräfte ist und sich nicht mehr durchsetzen kann, ohne sein eigenes Wertesystem zu brechen. Wahrscheinlich muss etwas Ähnliches in Indien während der mohammedanischen Invasionen passiert sein, wo die buddhistischen Vorstellungen von Mitgefühl und Karma (man bekommt, was man verdient, weil man die Ursache geschaffen hat) sie völlig wehrlos machten. Sie hatten tatsächlich kein Narrativ, das ihre kollektive Existenz gestützt hätte.

Der konservative Schwede antwortete: Dies ist ein hervorragender historischer Vergleich. Eine universalistische Religion des Guten wird durch die ursprünglichen nationalen Götter ersetzt, wenn man mit einer Bedrohung existenziellen Ausmaßes konfrontiert ist.

Ein Kommentator sagte: Alles in allem ist Ihre Argumentation die umfassendste zum Tod des Christentums, die ich mir vorstellen kann, sicherlich vollständiger als alles, was Nietzsche je geschrieben hat.

Der konservative Schwede antwortete: Danke, das ist sehr nett von Ihnen. Natürlich hatte ich einen unfairen Vorteil, da ich Nietzsche lesen konnte, aber er konnte mich nicht lesen.

Ein Kommentator sagte: Ich bin immer wieder beeindruckt von der Tatsache, dass je weiter man in Europa nach Norden kommt, wo die Menschen germanischer sind, desto mehr harmonische Beherrschung des Geistes über die Natur zu sehen ist.

Der konservative Schwede antwortete: Ja, wir haben uns darauf konzentriert, uns gegen die Natur zu behaupten statt uns gegenseitig zu bekämpfen. Das liegt an unserer historischen Situation. Wenn wir der Natur nicht Herr geworden wären, wären wir gestorben. Wenn wir unser Haus nicht isoliert und nicht eine gute Vorratshaltung für den Winter betrieben hätten, wäre das unser Tod gewesen. Daraus entwickelte sich eine besondere Art der Zusammenarbeit zwischen den Menschen. Eine traditionalistische Form des Egalitarismus, die wir außer in Schweden und Norwegen nur noch in Amerika finden (das ist ein interessantes Thema für sich, aber dafür ist jetzt keine Zeit). Setzt man jedoch schrankenlose christliche Ethik darauf …

Eine notwendige Bedingung für ein germanisches Projekt – und die Renaissance Europas insgesamt – ist die Rückkehr Deutschlands. Deutschland wird heute auf dem ganzen Planeten tyrannisch herumgestoßen, gefesselt und eingesperrt durch Ketten und Gitter vielfältiger Art. Es darf nicht einmal einen Funken nationalen Selbstbewusstseins zeigen. Das wird so bleiben – solange bis die amerikanischen Truppen Deutschland verlassen haben und das gesamte NATO-Regime rückabgewickelt ist. Aber es wird kommen, dessen können Sie versichert sein.

Das oben Gesagte ist der erste Schritt, und, sagen wir, wie weit wir meiner Meinung nach in diesem Jahrhundert kommen werden. Wir werden uns China als Großmacht gegenübersehen. Es wird auch einen Wettbewerb mit Russland geben. Wahrscheinlich wird China als erstes die Ölfelder am Persischen Golf besetzen, aber wir werden mit ihnen darum konkurrieren.

Amerika wird zusammen mit Frankreich und Großbritannien völlig diskreditiert sein und als Schuldige für den größten Verrat in der Geschichte der Menschheit an ihrem eigenen Volk angesehen werden (wie Fjordman es ausdrückte); während Deutschland daran völlig unschuldig war und die moralisch überlegene Position einnehmen wird.

Frankreich wird vielleicht nicht mehr existieren, nachdem es erst von Mohammedanern überrannt und dann von Menschen germanischer Abstammung zurückerobert wurde.

Die Vereinigten Staaten wird es nicht mehr geben. Aber die Konföderation der nördlichen US-Staaten wird ein natürlicher Verbündeter der Menschen germanischer Abstammung sein.

Vielleicht wird es dann so etwas wie ein germanisches Reich geben. Oder vielleicht sogar zwei, ein deutschsprachiges und ein englischsprachiges. Aber ich bin mir nicht so sicher, was das englischsprachige Reich angeht (ich sage nicht, dass die Leute kein Englisch sprechen werden, nur dass es vielleicht kein separates Reich mit Englisch als Amtssprache geben wird).

Werden sich amerikanische Truppen für immer in Deutschland aufhalten? Nein. Wenn es um den bevorstehenden Untergang der gegenwärtigen Ordnung geht, sind zu viele Faktoren gleichzeitig in Bewegung, von denen jeder für sich das Potenzial hat, sie zu Fall zu bringen: Zusammenbruch des Dollars, ethnischer Bürgerkrieg, iranische Atomwaffen, eine schwache und gelähmte Führung.

Ich finde die Menschen germanischer Abstammung langweilig und spießig, aber auch irgendwie genial (das zeigt die Geschichte deutlich). Nach etwa einem Jahrzehnt in der Kälte habe ich die Menschen germanischer Abstammung wieder in mein Herz geschlossen, weil ich ihre große Tragödie erkenne. Ich glaube, ich kann ihr Dilemma erkennen und weiß, wie es zu lösen ist, während es gleichzeitig für Polen, Spanier und Kelten absolut sinnvoll ist, sich dafür zu interessieren, weil es ganz Europa politische Stabilität geben würde, wenn die derzeitige Ordnung fällt. Ohne sie entstünde ein riesiges Machtvakuum.

Wer würde in dieses Vakuum eindringen? Russland, China, der Islam? Oder erst der Islam, dann Russland, und schließlich China? Das ist das Gute an dem Tag, an dem die amerikanischen Truppen Deutschland verlassen, denn dann werden die germanischen Europäer gezwungen sein, sofort eine starke Militärmacht aufzubauen. Und Sie können sich vorstellen, wie viele der guten Dinge, die wir hier besprochen haben, dadurch vorangetrieben würden.

Wenn ich sage, ich will, dass die christliche Ethik verschwindet, ist nicht eine 180-Grad-Wende gemeint. Vielmehr ist es das Christentum, das in ein starkes Ungleichgewicht geraten ist. Was ich will, ist, die Dinge wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Was ich also vorgeschlagen habe, ist Folgendes:

1) Eine neue große mythologische Erzählung, in der unsere ethnische Gruppe die zentrale Position einnimmt; 2) Eine Verfassung, in der die Staatsbürgerschaft Menschen unserer ethnischen Gruppe vorbehalten ist. 3) Fremde ethnische Gruppen, typischerweise aus der Dritten Welt, die sich nicht mit unserer ethnischen Gruppe identifizieren, müssen auf die eine oder andere Weise entfernt werden …

Ich denke, es ist klar, dass sich die Menschen nicht ohne eine große Katastrophe von ihrem derzeitigen Glaubenssystem abwenden werden.

Aber dieses Mal ist die Katastrophe nicht so harmlos wie ein „westlicher Bürgerkrieg“, sondern etwas von größerem Ausmaß und mit realer Bedrohung von außen (auf die wir nicht im Geringsten vorbereitet sind). Hätten wir es nur mit etwas so Harmlosem wie dem Ersten oder Zweiten Weltkrieg zu tun, hätte ich nicht vom Ende der christlich-abendländischen Zivilisation gesprochen. Ginge es nur darum, dass sich zwei starke Lager des Westens gegenseitig bis aufs Blut bekämpft haben, wären wir nicht mit dieser Diskontinuität unserer Zivilisation konfrontiert worden.

Aber jetzt ist es unser eigenes Glaubenssystem, das uns unfähig macht, zu kämpfen und unsere Zivilisation zu verteidigen. Und die Bedrohung kommt von außen, und wenn wir verlieren, bedeutet das diese Diskontinuität. Wenn wir hier verlieren, bedeutet das, dass wir unsere Vormachtstellung verlieren, aber nicht, dass alles verloren ist.

Unser derzeitiges Imperium, d. h. Amerika, wird untergehen, und zwar nicht an ein anderes westliches Imperium wie bisher – denn dieses Mal gibt es niemanden, der in der Reihe steht –, sondern an äußere Kräfte.

Wenn wir nicht innerhalb der nächsten zwanzig Jahre eine große Katastrophe erleben, werden wir schweigend in unsere demografische Finsternis gehen, was in der Tat das Ende der europäischen Zivilisation und der Werte, von denen Sie gesprochen haben, bedeuten könnte. Die demografischen Kräfte, die in Bewegung sind, sind so groß, ja exponentiell. Nicht so sehr unsere sinkenden Geburtenraten, sondern die Bevölkerungsexplosion in der Dritten Welt, die wir verursachen, und die Masseneinwanderung und der demografische Dschihad in unseren eigenen Ländern. Wenn dieser Prozess anhält, werden wir wie die Juden in der Diaspora enden. Und wenn die Weißen nur noch 2 bis 3 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen und wir keine eigene Heimat mehr haben, dann ist das in der Tat das Ende der europäischen Zivilisation insgesamt, und wir können uns von der Manifestation all dieser Werte, die Sie und ich schätzen, verabschieden.

Es ist die christlich-abendländische Zivilisation, die all diese Prozesse (Bevölkerungsexplosion usw.) vorantreibt. Die christlich-abendländische Zivilisation ist also der schlimmste Feind dessen, was ich als europäische Zivilisation bezeichne: ein weiterer Grund für den Wunsch, dass die christlich-abendländische Zivilisation verschwindet. Würde sie noch ein paar Jahrzehnte weiterbestehen, würde das für uns alle das endgültige Aus bedeuten.

Um es zusammenzufassen: Wenn ich von Zivilisation im Sinne der christlich-abendländischen Zivilisation spreche, dann spreche ich von einer konkreten Erscheinungsform, einem Imperium. Und wenn ich von Zivilisation im Sinne der europäischen Zivilisation spreche, dann spreche ich von der Existenz und der Selbstherrschaft der Weißen und von den Werten und der Lebensweise, die in unserem Wesen verankert sind. Nun sind wir aber an einem Punkt angelangt, an dem das Erstere die größte Bedrohung für das Letztere darstellt. In aristotelischen Begriffen ist die europäische Zivilisation die Materie der christlich-abendländischen Zivilisation, welche die Form ist. Das heißt, die Weißen sind die Materie für das gegenwärtige christlich-abendländische „Imperium“. Aber jetzt erstickt die Form die Materie.

Chechar sagte: „Es ist die christlich-abendländische Zivilisation, die all diese Prozesse nährt.“ Warum sagen Sie das? War nicht bis in die 1950er Jahre alles relativ in Ordnung, bevor uns die radikalen Feministinnen unser höchstes göttliches Recht fast weggenommen haben: die Frauen? Wenn viele Frauen noch bei uns zu Hause wären und viele schöne Kinder bekämen, wie es der Papst will, gäbe es das jetzige Problem nicht, oder? Ist nicht die sexuelle Revolution schuld am demografischen Winter? Und ist die Islamisierung des Westens nicht nur ein Nebenprodukt unserer schwindenden Ethnizität? Wenn ja, warum geben Sie dann der christlich-abendländischen Zivilisation die Schuld? Rom ist gerade deshalb untergegangen, weil Kindermord (die Abtreibung der Antike) und Empfängnisverhütung seit den Zeiten Julius Cäsars massiv praktiziert wurden. Seit Konstantin und Theodosius unternahm die Kirche jedoch enorme Anstrengungen, um den Kindermord zu stoppen.

Ich stimme zu, dass eine große Katastrophe notwendig ist. Deshalb erwache ich, wie ich schon an anderer Stelle gesagt habe, jeden Morgen mit sehnsüchtigen Träumen, dass mich aufsteigende Atompilze über den westlichen Städten aufwecken – und den Westen dazu. Aber könnten wir die Revolution der 1960er Jahre nicht ablehnen, ohne dass Amerika zwangsläufig untergeht?

Ja, ich weiß, dass Sie den Ursachen tiefer auf den Grund gehen wollen. Aber ich denke immer noch, dass solide Argumente, die sich auf den demografischen Winter stützen, uns zeigen, dass der Westen Mitte der 60er Jahre eine sehr falsche Wendung nahm. Ich meine, in dem Jahr, in dem ich geboren wurde, war der Westen noch gesund! (Vielleicht haben Sie den gesunden Westen nicht mit eigenen Augen gesehen, weil Sie erst danach geboren wurden). Wir haben versucht, den Gott Eros durch Empfängnisverhütung und die Befreiung der Frau zu überlisten. Wir leiden jetzt darunter, dass wir uns mit den Gesetzen der Natur angelegt haben. Unsere gegenwärtigen Probleme mit einem wiederbelebten Islam sind die Rache der Venus. Seltsam, dass ich kein Christ bin – wie Tannhäuser suche ich die Venusgrotte – aber ich bewundere die konservativen Protestanten und Katholiken in dieser Frage, nicht wahr?

Der konservative Schwede antwortete: Sie müssen genauer lesen, denn Sie haben meinen Punkt nicht verstanden. Ich wiederhole, was ich gesagt habe:

Die demografischen Kräfte, die in Bewegung sind, sind so groß, ja exponentiell. Nicht so sehr unsere sinkenden Geburtenraten, sondern die Bevölkerungsexplosion in der Dritten Welt, die wir verursachen, und die Masseneinwanderung und der demografische Dschihad in unseren Ländern. Es ist die christlich-abendländische Zivilisation, die das Schwungrad all dieser Prozesse ist.

Unsere sinkenden Geburtenraten wirken sich nur langsam aus im Vergleich zu dem exponentiellen Wachstum, das die Bevölkerungsexplosion und der demografische Dschihad bedeuten. Und es ist genau wegen der christlichen Ethik, dass Leute, wie z.B. Sie, ausschließlich auf unsere Geburtenraten schauen (indem sie in verengter Sicht dem Feminismus die Schuld geben usw.), anstatt sich auf das viel größere und alarmierende Problem zu konzentrieren, das von uns verursacht wird: die Bevölkerungsexplosion in der Dritten Welt.

Aus demselben Grund, aus dem die christliche Ethik den Kindermord verabscheut, verursacht sie die Bevölkerungsexplosion in der Welt. Es ist eine tief verwurzelte Doktrin innerhalb der christlichen Ethik, dass – wenn irgend möglich – jedes einzelne menschliche Leben auf dem Planeten gerettet werden muss. Nach der christlichen Ethik ist es verboten und undenkbar, nicht jedes kleine braune Kind auf dem Planeten zu retten. Aber die Folgen dieser Denkweise sind katastrophal, nicht nur für uns, sondern auch für sie, wie ich bereits erklärt habe. Aber da die Menschen so sehr auf die christliche Ethik programmiert sind, scheint das, was ich sage, nicht Eingang in ihre Köpfe zu finden. Der Gedanke ist zu undenkbar, um aufgenommen zu werden. Es ist ein absolutes Tabu.

Sie haben gefragt: „War bis in die 1950er Jahre nicht alles relativ in Ordnung?“ Doch, das war es. Aber je besser unser Leben wurde, desto mehr haben wir zerstört, und desto schneller haben wir es zerstört. Genau in den 50er Jahren begann dieses Problem. In den 50er Jahren betrug der Anteil der Menschen europäischer Abstammung auf diesem Planeten 30 Prozent, heute sind wir nur noch etwas mehr als 10 Prozent. Das liegt nicht daran, dass wir weniger geworden sind (wir sind sogar mehr als in den 50er Jahren), sondern daran, dass die Zahl der Menschen auf dem Rest des Planeten explodiert ist, von 3 auf 7 Milliarden – alles verursacht von uns.

Die Bevölkerung Afrikas ist viereinhalbmal so hoch wie 1950. Und die Bevölkerung in Asien ist fast dreimal so hoch.

Wie ich bereits erklärt habe: In einer hoch entwickelten Industriegesellschaft haben die Menschen im Westen einen riesigen Überschuss an Ressourcen und viel mehr Zeit zur Verfügung. Da die christliche Ethik das gebietet, sind sie seitdem um die Welt gezogen, um jedes noch so mickrige Leben zu retten: mit westlicher Medizin, modernen Düngemitteln, GVO-Pflanzen und allen anderen Mitteln, um so viele wie möglich am Leben zu erhalten. Daher die Bevölkerungsexplosion.

Dies entstammt der tiefsten moralischen Grammatik des Christentums. Aber es hat all diese Jahrhunderte gedauert, bis wir eine industrialisierte Gesellschaft hatten, die es möglich machte, dies zu verwirklichen. Und aus diesem Grund hat die christliche Ethik es geboten, dass wir diese Bevölkerungsexplosion in der Dritten Welt hervorrufen. Etwas, das wir aus uns heraus nie vermocht hätten, was unser Handeln in vielerlei Hinsicht so zutiefst verantwortungslos macht, einfach weil es künstlich heraufgeführt wurde. Das bedeutet, dass (1) sie ihren Lebensstil nicht entsprechend anpassen, sondern weiter und weiter in ihrer Zahl explodieren, und (2) sie völlig von uns abhängig sind, was bedeutet, dass ihre Gesellschaften auseinanderbrechen werden, sobald unsere wirtschaftliche Weltordnung zusammenbricht. Das bedeutet, dass wir die Industriegesellschaft abschaffen müssen, wenn wir die christliche Ethik bewahren wollen. Überlegen Sie, was Ihnen am besten gefällt.

Sie haben gefragt: „Aber könnten wir die Revolution der 60er Jahre nicht ablehnen, ohne dass Amerika zwangsläufig untergeht?… der Westen hat Mitte der 60er Jahre eine falsche Richtung eingeschlagen.“ Nein, es geht nicht darum, die Revolution der 60er Jahre rückgängig zu machen. Es geht viel tiefer als das. Wissen Sie, die Revolution der 60er Jahre wurde uns nicht von Außerirdischen gebracht. Es gibt eine innere Logik unserer Zivilisation und ihrer Ideale, die dazu geführt hat. Das war kein Zufall. Schauen Sie sich einmal die Französische Revolution an.

Im Allgemeinen geht es in Ihrer Antwort um die Ablehnung der 60er Jahre und die Rückbesinnung auf ältere christliche Werte, z. B. die Ablehnung von Abtreibung und Empfängnisverhütung. Aber das ist nur eine stärkere Version des christlichen Dogmas, jedes einzelne Menschenleben zu retten. Wenn überhaupt, würde es die Bevölkerungsexplosion in der Dritten Welt nur noch verschlimmern! Die Bevölkerungsexplosion wird nicht durch den Liberalismus verursacht: Sie wird durch das Christentum in seiner allgemeinsten Form verursacht. Und wenn man noch mehr zutiefst christliche Menschen ins Land holt, wird es nur noch schlimmer.

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Zuerst wird die Dollarblase platzen, und bald darauf die Blase der Bevölkerungsexplosion. An diesem Punkt werden die Menschen erkennen, dass die christliche Ethik diese ganze Sache verursacht hat, und sie wird völlig diskreditiert sein. Dieses engstirnige Dogma, jedes mögliche Leben zu retten, wird stattdessen mehr Tod und Leid verursacht haben, als wenn sich die christliche Ethik gar nicht erst in die Situation eingemischt hätte.

Es ist wie ein Plan, den sich der Teufel ausgedacht hat. Milliarden von Menschen zu gebären, die dann auf einen Schlag durch ein massenhaftes Verhungern getötet werden können.

Was dieses christliche Dogma nicht bedacht hat, ist, dass jede Gesellschaft auf sich selbst gestellt sein muss. Denn früher oder später kommen harte Zeiten. Und wenn wir sie völlig von uns abhängig gemacht haben, dann werden sie mit dem Tod konfrontiert, weil sie sich nicht selbst versorgen können.

Was dieses christliche Dogma also verursacht hat, ist der Tod von Gesellschaften. So viel gleichzeitiger Menschentod wird auch die Gesellschaften töten. Das wäre niemals geschehen, wenn dieses christliche Dogma nicht auf der Bildfläche erschienen wäre. Ein konstantes Maß an Kindersterben, während man auf traditionelle Weise selbständig ist, wäre das Beste für diese Gesellschaften gewesen. Es hätte weder ihnen noch uns geschadet.

Ich denke, wenn es erst einmal geschehen ist, werden die Menschen dies klar erkennen und ihr Verhalten ändern.

„Die Welt ernähren“ schlägt das Ziel, die Ressourcen unseres Planeten zu retten (d. h. den Planeten tatsächlich zu retten), so will es die moralische Grammatik unseres derzeitigen Glaubenssystems. Genauso wie Multikulturalismus und Islamophilie zum Beispiel vor dem Feminismus rangieren (wie man sagt: „Rasse schlägt Geschlecht“). Unsere moralische Grammatik ist voll von solchen Hierarchien, aus denen sich die Prioritäten ableiten, sobald die Ziele in Konflikt miteinander geraten. Jedes einzelne Menschenleben zu retten ist eines unserer am tiefsten verinnerlichten Dogmen, aber versuchen Sie einmal, mit diesen Anti-CO2-Freaks (d. h. 90 Prozent der Westler) über Überbevölkerung zu diskutieren. Selbst wenn man ihrer Theorie von der „globalen Erwärmung durch menschliches CO2“ Glauben schenkte, wäre es klar, dass dieses Problem eng mit der Überbevölkerung zusammenhängt. Aber das als Problem anzusprechen, ist für diese Leute ein absolutes Tabu.

Und nur als eine allgemeine Anmerkung: Die Leute hier bei Gates of Vienna konzentrieren sich auf das Einwanderungsproblem. Aber die Masseneinwanderung ist nur die lokale Projektion des viel größeren und grundlegenderen Problems, von dem ich hier spreche, nämlich der planetarischen Bevölkerungsexplosion und unserer Einstellung dazu (die sie auch verursacht hat). Es wird nicht helfen, das Einwanderungsproblem zu lösen, ohne dieses globale Problem anzugehen. Es hilft nichts, ein für sich lebender Pole zu sein, wenn man an den Grenzen von Arabern, Pakistanern und Afrikanern umgeben ist. Was in der ganzen Welt geschieht, ist die groß angelegte Version dessen, was in unseren Ländern geschieht. Unsere relative Zahl nimmt ab, während ihre exponentiell zunimmt, in beiden Fällen.

Die Dinge werden sich erst dann umkehren können, wenn das derzeitige Glaubenssystem auseinanderbricht und eine 180-Grad-Wende vollzogen wird. Das Wichtigste, was wir heute tun können, ist, uns auf diesen Moment gründlich vorzubereiten. Diese Vorbereitungen tragen auch dazu bei, uns vor Gewalt und Nöten in jeder Art von Kontext zu schützen. Unabhängig davon, welches Zukunftsszenario man sich vorstellt, würde ich sagen, dass der Zusammenbruch des derzeitigen Glaubenssystems nicht allzu weit entfernt ist.

Ich rechne mit etwa einem Jahrzehnt.

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[1] Anmerkung des Herausgebers: Ich habe die Nietzsche-Sentenz hinzugefügt. Dieser Artikel besteht aus Auszügen eines Blogeintrags vom August 2007 im Blog „Conservative Swede“ und nach den Sternchen aus einem langen Monolog, den der Schwede im Juli 2009 in den Kommentarbereichen von „Reversal is Possible“ und „Hellish Saviors“ auf Gates of Vienna veröffentlicht hat.

[2] Anmerkung des Herausgebers: Der jüdisch-amerikanische Kommentator Lawrence Auster hat „den konservativen Schweden“ einen „Nietzscheaner des Nordens“ genannt.

[3] „Chechar“ war ein Pseudonym, das ich im Jahr 2009 anfangs im Forum von Gates of Vienna verwendete.

[4] Hervorhebung durch den Herausgeber. Vgl. dazu, was ich in meinem Buch „Daybreak“ über Tyrion Lannisters Rede in „Misguided sons of Bentham“ ausführe.

[5] Hervorhebung durch den Verfasser. Anders als der Schwede glaube ich, dass der Nationalsozialismus dieses Narrativ am besten repräsentiert hat.